Ungebrauchte Toner verkaufen: Zustand, Preis und Ablauf
Vom 26.7.2018, aktualisiert am | Patrick Höhne
Das Wichtigste in Kürze (Stand Oktober 2026) Ungebrauchte Toner und Trommeleinheiten kaufen wir zum Festpreis je Artikelnummer und Zustand an, den Sie im Verkaufsformular sehen, bevor Sie etwas verschicken. Wir kaufen ausschließlich volle, unbenutzte Originalware der Druckerhersteller an, am besten originalverpackt, und es gibt keine Mindestmenge. Ungebraucht heißt: Die Kartusche war nie im Drucker, Siegelstreifen oder Schutzkappe sind noch dran. Die Auszahlung erfolgt innerhalb weniger Werktage nach Wareneingang per Überweisung.
Noch ungebrauchte Toner auf Lager? Dann verkaufen Sie diese an dieTonerverwerter. Neben der Vergütung, die Sie innerhalb weniger Werktage nach Wareneingang auf Ihrem Konto haben, sorgen Sie dafür, dass die Kartuschen in einem anderen Drucker landen statt im Müll.
Was wir unter ungebrauchten Tonern verstehen, was sie wert sind und wie der Verkauf der Restanten abläuft, erfahren Sie in diesem Beitrag.
Was zählt als ungebrauchter Toner?
Als ungebrauchte Toner bezeichnen wir sowohl volle Tonerkartuschen als auch unbenutzte Trommeleinheiten. Der Unterschied ist schnell erklärt: Tonerkartuschen enthalten lediglich das Tonerpulver, Trommeleinheiten bestehen aus verschiedenen Bauteilen, zu denen auch die Bildtrommel gehört.
Nur bei wenigen Laserdruckern und -kopierern ist die Bildtrommel fest im Gerät verbaut. Dann spricht man von einer permanenten Bildtrommel. Semipermanente Bildtrommeln können ausgetauscht werden und werden als separates Verbrauchsmaterial verkauft. Auch diese Bildtrommeln kaufen wir an, wenn sie unbenutzt sind.
Verkaufen können Sie:
- ungebrauchte Tonerkartuschen
- ungebrauchte Trommeleinheiten
- ungebrauchte separate Bildtrommeln
Ungebraucht heißt, dass die Toner noch nicht im Drucker verwendet wurden. Außerdem dürfen Siegelstreifen oder Schutzkappe noch nicht entfernt sein. Diese verhindern, dass das Tonerpulver vor dem Einsetzen in den Drucker aus der Kartusche austritt.

Eine ungebrauchte Tonerkartusche von HP: Der Siegelstreifen an der Kartusche wurde nicht entfernt, die Kartusche steckt noch im ungeöffneten Airbag.
Wir kaufen ausschließlich volle, unbenutzte Originalware der Druckerhersteller an. Kompatible, nachgefüllte, benutzte oder leere Ware kaufen wir nicht an. Leere Druckerpatronen aller Marken, auch Refill-, Rebuilt- und kompatible Patronen, nimmt unser Projekt TONERentsorger im Rahmen der Rücknahme nach ElektroG zurück.
Was bekomme ich 2026 für ungebrauchte Toner?
Für jede Artikelnummer gilt ein Festpreis, der vom Zustand abhängt. Ein Preisbeispiel finden Sie auf der Preisseite der HP CF226X (originalverpackt), dort steht der aktuelle Ankaufspreis mit Datum. Wir unterscheiden drei Preisstufen:
- Originalverpackt: Die Verkaufsverpackung ist original verschlossen und ungeöffnet. Dafür gibt es die höchste Vergütung. Aufkleber (z. B. Adresslabels) oder kleinere Dellen sind kein Problem, solange die Verpackung original verschlossen ist.
- Karton geöffnet: Die Umverpackung wurde geöffnet oder fehlt, die Kartusche selbst ist aber unbenutzt und innen noch versiegelt. Diese Stufe gibt es bei Tonern von Brother, Canon, HP und Samsung; bei allen anderen Herstellern ist die original verschlossene Verkaufsverpackung Voraussetzung für den Ankauf.
- Siegel entfernt: Wir nehmen die Kartusche zur Verwertung an. Für die Bearbeitung wird ggf. eine Pauschale von der Vergütung abgezogen.
Am besten sind Ihre Toner also noch originalverpackt. Öffnen Sie den Karton erst, wenn die Kartusche wirklich in den Drucker soll. Woran man eine original verschlossene Verpackung erkennt, unterscheidet sich je Hersteller, die aktuelle Regel je Marke steht auf der jeweiligen Herstellerseite. Vier Beispiele:

Brother: Toner oder Trommel in aktueller Verpackung, original verschlossen, das Sicherungsetikett ist vorhanden.

Canon: Tonerkartusche in aktueller Verpackung, original verschlossen, der Sicherheitsstreifen ist ungeöffnet.

HP: Tonerkartusche in aktueller, schwarzer Verpackung, original verschlossen, der Sicherheitsstreifen mit Hologramm ist unbeschädigt.

Samsung: Tonerkartusche in aktueller Verpackung, original verschlossen, der Sicherheitsstreifen (falls vorhanden) ist unbeschädigt.
Weitere Fotos zu jeder Stufe zeigt die Seite Zustand von Tonerkartuschen erkennen. Wie der Preis zustande kommt und warum er unter dem Neupreis liegt, erklärt der Beitrag Was ist mein Toner wert?.
So verkaufen Sie ungebrauchte Toner
Schritt 1: Artikelnummer finden
Geben Sie im Verkaufsformular die Artikelnummer vom Karton ein oder wählen Sie Hersteller und Modell aus der Liste. Steht Ihr Toner nicht darin, wählen Sie „Unbekannte Artikelnummer verwenden“ und laden ein Foto der Verpackung hoch. Auch dann bekommen Sie ein Angebot, per E-Mail.
Schritt 2: Zustand angeben
Beschreiben Sie den Zustand so genau es geht: Ist der Karton original verschlossen oder geöffnet, ist die Kartusche innen noch versiegelt? Im Wareneingang prüfen wir mit denselben Fragen, die Sie online beantwortet haben.
Schritt 3: Angebot annehmen und versenden
Nehmen Sie das Angebot an, erhalten Sie Begleitzettel und Ankaufsbedingungen per E-Mail, ein Kundenkonto brauchen Sie nicht. Der Begleitzettel gilt 14 Tage, entscheidend ist der Tag des Wareneingangs. Verpacken Sie die Toner gut und versenden Sie mit einem Paketdienst Ihrer Wahl auf eigene Kosten oder mit unserer DHL-Paketmarke. Die können Sie (müssen Sie natürlich nicht) für 6 € je Paket wählen, aus Österreich für 10 €. Der Betrag wird mit Ihrem Erlös verrechnet. Worauf es beim Packen ankommt, steht im Beitrag Versand von vollen Tonerkartuschen.
Schritt 4: Konto checken
Den Eingang Ihres Pakets bestätigen wir per E-Mail und prüfen die Ware. Stimmt der Zustand, gilt der Festpreis, und die Auszahlung erfolgt innerhalb weniger Werktage nach Wareneingang per Überweisung. Weicht die Ware ab, informieren wir Sie und unterbreiten ggf. ein neues Angebot. Sind Sie damit nicht einverstanden, können Sie die Ware binnen fünf Werktagen auf eigene Kosten abholen lassen.
Verkaufen statt wegwerfen: was das Gesetz sagt
Die Hauptmotivation ist für Sie natürlich die Vergütung. Mit dem Verkauf handeln Sie aber auch im Sinne des Kreislaufwirtschaftsgesetzes. Wichtig ist dort die Abfallhierarchie:
§ 6 Abs. 1 KrWG: „Maßnahmen der Vermeidung und der Abfallbewirtschaftung stehen in folgender Rangfolge: 1. Vermeidung, 2. Vorbereitung zur Wiederverwendung, 3. Recycling, 4. sonstige Verwertung, insbesondere energetische Verwertung und Verfüllung, 5. Beseitigung.“
Auf ungebrauchte Toner übertragen, ist der Fall klar: Sie können weiterverwendet werden, ohne dass man sie wie leere Toner aufbereiten müsste. Der Verkauf vermeidet also Abfall.
Wer Toner dagegen wegwirft, macht sie zu Abfall. Erzeuger und Besitzer von Abfällen sind verpflichtet, diese zu verwerten (§ 7 Abs. 2 KrWG) oder, soweit das nicht möglich ist, zu beseitigen (§ 15 Abs. 1 KrWG). Abfälle zur Beseitigung dürfen nur in dafür zugelassenen Anlagen oder Einrichtungen behandelt, gelagert oder abgelagert werden (§ 28 Abs. 1 KrWG). Ein Verstoß kann zu Bußgeldern führen, die Höhe hängt vom Bundesland und Einzelfall ab (§ 69 KrWG).
Übrigens: Wir sind seit 2018 Teilnehmer am Umwelt- und Klimapakt Bayern.
Für wen sich der Verkauf ungebrauchter Toner lohnt
Ob Privatperson, Büro, Händler für Druckerzubehör oder Insolvenzverwalter: Wer ungebrauchte Toner übrig hat, kann sie verkaufen.
Im Home-Office passiert es schnell. Händler locken schon bei kleinen Mengen mit Rabatten, also liegt der eine oder andere Ersatztoner im Schrank. Dann rattert und quietscht der Drucker ein allerletztes Mal und verabschiedet sich in die ewigen Jagdgründe. Der teure Toner hat keinen Verwendungszweck mehr, denken Sie jedenfalls im ersten Moment.
Im Büro wird noch immer gedruckt, was das Zeug hält: Rechnungen, Angebote, Lieferscheine. Je höher die Abnahmemenge, desto größer der Rabatt, und so liegen oft viele Toner im Lager. Fällt der Kopierer aus, wird der Platz für neues Material gebraucht, die alten Toner passen schließlich nicht ins Neugerät.
Händler kennen Ladenhüter und nicht verkaufte Aktionsware, die Platz wegnehmen und nichts als Kosten verursachen. Bei Insolvenz oder Geschäftsaufgabe muss oft alles raus. Statt die Toner in mühevoller Kleinarbeit über verschiedene Kanäle zu verkaufen, geben Sie sie auf einmal ab. Für größere Mengen machen wir ein individuelles Angebot. Den Ablauf für Unternehmen beschreibt die Seite Toner-Restposten als Firma verkaufen.
Gerade bei älteren Druckermodellen hilft das. Viele Verbraucher finden auf dem freien Markt keine ungebrauchten Toner mehr für ihren Drucker oder Kopierer und müssten ein Neugerät kaufen, obwohl das alte noch funktioniert. Wir schließen diese Lücke, indem wir die Kartuschen, die wir Ihnen abkaufen, über unsere seit 2012 gewachsene Infrastruktur zurück in den Handel bringen.
Wussten Sie, dass … fast alle Original-Toner heute einen kleinen Chip tragen? Er meldet dem Drucker unter anderem Füllstand und Modell. Erkennt der Drucker die Kartusche als fremd, akzeptiert er sie nicht, auch wenn Tonerpulver und Abmessungen passen würden. Geht Ihr alter Drucker kaputt, können Sie die Patronen deshalb nur in den seltensten Fällen im Nachfolgemodell weiter nutzen.
Kleinanzeigen oder Ankauf?
Wir wollen Sie nicht nötigen, unser Angebot zu nutzen, sondern überzeugen. Sie können ungebrauchte Toner selbstverständlich auch über Kleinanzeigenportale oder Social-Media-Kanäle verkaufen. Was bei kleinen Mengen nach ein paar Tagen (oder auch Wochen) funktionieren kann, wird bei größeren Mengen schwierig. Auch die Höhe der Vergütung ist dort in den meisten Fällen Verhandlungssache.
Bei uns wird nicht gefeilscht. Sie sehen den Festpreis, bevor Sie etwas verschicken, und es gibt keine Mindestmenge, auch eine einzelne Kartusche kaufen wir an. Wir kaufen von Verkäufern aus allen Ländern an, die Ware muss vom Hersteller im Europäischen Wirtschaftsraum in Verkehr gebracht worden sein. Klingt fair, ist fair!
Woran Sie einen seriösen Ankäufer erkennen, bevor Sie Ihr Paket packen, lesen Sie im Beitrag Neue Webseite: So erkennen Sie seriösen Toner-Ankauf. Wenn Sie so weit sind, legen Sie die erste Artikelnummer ins Verkaufsformular.